Leica M-E

CCD-SENSOR VOLLFORMAT MESSSUCHER TYP 220, 2012

Nach zwei Jahren Pause, und einem Comeback, das sich wie ein Neustart anfühlte, war die M-E Typ 220 die Kamera, die mich zurückgeholt hat. Entdeckt über das Portfolio von Marcus Lloyd, gekauft gebraucht für unter 1.800 €: das leichteste Vollformat der M-Reihe und der günstigste Einstieg ins Messsucher-System.

Die Farben. In fast 20 Jahren mit Fuji, Nikon und anderen Leicas habe ich solche Farben nie aus einer Digitalkamera bekommen: Der CCD-Sensor liefert einen Look, der direkt nach Film aussieht, ohne Preset, ohne Nachhilfe.

Die Langsamkeit. Kein Live View, kein Video, dunkle Rahmenlinien, träges Tempo, und genau das ist der Punkt. Die M-E versetzt dich in ein analoges Gefühl: Du beobachtest das Licht, denkst über den Ausschnitt nach und drückst erst dann ab. Zusammen mit dem Summicron 35 f/2 V4 lehrt sie dich, das Licht zu sehen.

Stärken

Schwächen

Fazit: Wer eine „slow camera experience“ sucht und Farben über Features stellt, wird belohnt. Die M-E (bzw. M9) ist keine Kamera, die alles kann, sie ist eine Kamera, die dich besser sehen lässt.

Zum ausführlichen Review auf cameracurl.de (englisch)